Sachverständigenbüro Schubach
Diplom Volkswirt
Joachim Schubach

Stand: 03.01.2012

 
                                      
Aktuelles
11.11.2011- Erhöhung der Grunderwerbsteuer:
12 von 16 Bundesländern haben mittlerweile von der Erhöhung der Grunderwerbsteuer Gebrauch gemacht.
Mit der Förderalismusreform 2006 steht es den Ländern frei, den Steuersatz für die Grunderwerbssteuer zu bestimmen. Nur noch vier Bundesländer halten bislang noch an dem Steuersatz von 3,5 % fest.

Bundesland:
Rheinland-Pfalz: Erhöhung von 3,5% auf 5,0% am 01.03.2012.
NRW:Erhöhung von 3,5 % auf 5,0 % am 01.10.2011.
Saarland: Erhöhung von 3,5% auf 4,0% am 01.01.2011.
Berlin: Erhöhung von 3,5% auf 4,5% am 01.01.2007.
Baden-Würtemberg: Erhöhung von 3,5% suf 5,0% am 05.11.2011.
Brandenburg: Erhöhung von 3,5% auf 5,0% am 01.01.2011.

18.04.2011- Baupreise im Februar 2011 um 2,6% gegenüber Vorjahresquartal gestiegen

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts stieg der auf Basis 2005 für Deutschland berechnete Baupreisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Februar 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6%.

Der Preisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk, einschließlich Umsatzsteuer) in Deutschland stieg im Februar 2011 gegenüber Februar 2010 um 2,6%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte im November 2010 der Preisanstieg im Jahresvergleich 1,6% betragen. Von November 2010 auf Februar 2011 erhöhte sich der Preisindex um 1,1%.

Die Preise für Rohbauarbeiten stiegen von Februar 2010 bis Februar 2011 um 2,9%, für Ausbauarbeiten erhöhten sie sich um 2,4%. Unter den Bauarbeiten an Wohngebäuden gab es binnen Jahresfrist die höchsten Preisanstiege bei den Stahlbauarbeiten (+ 7,2%), Klempnerarbeiten (+ 5,2%), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+ 4,4%) und bei den Betonarbeiten (+ 3,8%). Am geringsten stiegen die Preise für Naturwerksteinarbeiten (+ 0,7%), für Parkettarbeiten sowie für Maler- und Lackierarbeiten (jeweils + 0,8%). Preisrückgänge gab es unter den Bauarbeiten an Wohngebäuden keine.

Für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (Mehrfamiliengebäude ohne Schönheitsreparaturen) nahmen die Preise gegenüber dem Vorjahr um 2,5% zu.

Bei den Nichtwohngebäuden erhöhten sich die Baupreisindizes gegenüber Februar 2010 für Bürogebäude um 2,6% und für gewerbliche Betriebsgebäude um 3,1%.

Im Straßenbau stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 1,6%.

Quelle: Pressemitteilung des Statischen Bundesamtes Nr. 139 vom 8. April 2011

11.10.2010 - Jahressteuergesetz 2010: BFW fordert Nachjustierung der Erbschaftsteuer:

Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung zum Jahressteuergesetz 2010 weist der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen auf die besondere Problematik des Erbschaftsteuergesetzes für Immobilienunternehmen hin. „Die Erbschaftsteuer muss nachjustiert werden. Es ist nicht zu verstehen, warum Gewerbeimmobilien nicht genauso wie die Vermietung von Wohnungen unter die Regelung der Betriebsbegünstigung fallen sollten“, erklärt BFW-Bundesgeschäftsführerin Ira von Cölln. „Die Arbeitsplatzrelevanz, die bei Einführung der betrieblichen Verschonung Hauptargument der Politik und auch des Verfassungsgebers war, ist im Bereich der Gewerbeimmobilienunternehmen nicht berücksichtigt worden. So liegt der Anteil der Personalkosten am Umsatz nach Berechnungen des BFW bei dem Energieversorger EnBW im Jahr 2007 bei rund zehn Prozent, bei einem gewerblichen Immobilienunternehmen jedoch sogar bei rund 16 Prozent“, führt von Cölln aus.

Der BFW empfiehlt daher, diese gewerblichen Immobilienunternehmen in die erbschaftsteuerlichen Verschonungsregelungen mit aufzunehmen und warnt vor einer evidenten Verfassungswidrigkeit des 2009 geltenden neuen Erbschaftsteuergesetzes. Der Verband hatte zur Problematik Erbschaftsteuer und Gewerbeimmobilien 2009 ein Gutachten des renommierten Kölner Steuerrechtlers Professor Dr. Joachim Lang vorgelegt. Demnach werden Vermieter von Gewerbeimmobilien verfassungsrechtlich diskriminiert. Sie sind nach dem seit 2009 geltenden neuen Erbschaftsteuergesetz wie Privatpersonen von der Erbschaftsteuer betroffen und deutlich schlechter gestellt als vor der Reform. Das Gutachten wertet dieses als Verstoß gegen den Gleichheitssatz und empfiehlt, die Immobilien in die Verschonungsregelung aufzunehmen.

Von Cölln unterstreicht die Problematik für die Branche: „Für Immobilienunternehmen ist die Erbschaftsteuer  zum Damokles-Schwert ausgeartet, das zur Substanzbesteuerung und in der Konsequenz zur Zerschlagung und zum Abbau von Arbeitsplätzen führt – ein Aderlass, von dem sich viele, oft in Generationen organisierte mittelständische Unternehmen nicht erholen werden. Für den Immobilienmarkt könnte der Ausverkauf der privaten Immobilienwirtschaft darüber hinaus eine grundlegende Umstrukturierung bedeuten – weg von privat geführten, historisch gewachsenen Mittelständlern hin zu kurz- und mittelfristig interessierten Investoren. Ironischerweise würde die Bundesregierung dadurch sogar einem Trend Vorschub leisten, der durch eine ihrer Vorgängerinnen – im Übrigen größtenteils zu Unrecht – stigmatisiert worden ist. Das unsägliche Wort von der ‚Heuschrecke’ verunsichert ausländische Investoren bis heute und hat dem Wirtschaftsstandort Deutschland sicherlich nicht gut getan.“

10.08.2010 - Baupreisindex Mai 2010: Wohngebäude + 1,0% gegenüber Vorjahr:

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg der Preisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk, einschließlich Umsatzsteuer) in Deutschland im Mai 2010 gegenüber Mai 2009 um 1,0%. Im Februar 2010 hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich 0,2% betragen. Von Februar 2010 auf Mai 2010 erhöhte sich der Preisindex um 0,6%.
 
Die Preise für Rohbauarbeiten und die für Ausbauarbeiten stiegen von Mai 2009 bis Mai 2010 um jeweils 1,1%. Unter den Bauarbeiten an Wohngebäuden gab es binnen Jahresfrist nennenswerte Preiserhöhungen bei Förder- und Aufzugsanlagen (+ 2,8%), Klempnerarbeiten (+ 2,7%), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+ 2,4%) sowie bei Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+ 2,3%).
Preisrückgänge gab es nur bei Stahlbauarbeiten (– 6,8%). Bei Putz- und Stuckarbeiten und Naturwerksteinarbeiten blieben die Preise im Jahresvergleich unverändert.
 
Für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (Mehrfamiliengebäude ohne Schönheitsreparaturen) nahmen die Preise gegenüber dem Vorjahr um 1,3% zu.
 
Bei den Nichtwohngebäuden erhöhte sich der Baupreisindex für Bürogebäude gegenüber Mai 2009 um 1,0%. Der Preisanstieg bei gewerblichen Betriebsgebäuden betrug 0,7% und im Straßenbau 0,9%.

18.05.2010 - ImmoWertV:

Bundesrat bestätigt ImmoWertV. Ramsauer:
"Der Immobilienmarkt ist ein Stabilitätsfaktor für die deutsche Wirtschaft":
Der Bundesrat hat heute der Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (ImmoWertV) zugestimmt. Diese neue Verordnung des BMVBS wird voraussichtlich im Mai verkündet und tritt dann am 1. Juli in Kraft.

Bundesbauminister Peter Ramsauer: "Damit haben wir ein wichtiges Reformvorhaben zum Abschluss gebracht. Die neue Verordnung wird im Immobilienbereich schon auf der Ebene der Bewertung für mehr Stabilität und Transparenz sorgen. Der Immobilienmarkt ist ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die deutsche Wirtschaft."

Die ImmoWertV legt die Grundsätze zur Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken und Immobilien fest. Anwender sind vor allem die Gutachterausschüsse für Grundstückwerte, Sachverständige für die Grundstückswertermittlung, Banken und Versicherungen. Die Novellierung war dringend erforderlich, denn die Bedingungen auf dem Grundstücksmarkt haben sich seit Erlass der bisher geltenden Wertermittlungsverordnung im Jahr 1988 tiefgreifend verändert.

Die stabilisierende Wirkung der Immobilienwirtschaft wird auch durch den ersten deutschlandweiten Immobilienmarktbericht der Gutachterausschüsse bestätig. Vor allem die Verkäufe von Wohnimmobilien haben stabilisierend auf den Markt gewirkt.

Für den über 250 Seiten starken Bericht haben die Vorsitzenden der Gutachterausschüsse mehr als eine Million Kaufverträge aus den Jahren 2007 und 2008 ausgewertet. Danach wurden in Deutschland allein 2008 insgesamt 131 Milliarden Euro für Immobilien ausgegeben. Die durchschnittliche Größe eines Einfamilienhauses beträgt etwa 145 Quadratmeter. Der Durchschnittskaufpreis lag 2008 bei 177.000 Euro. Die Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche schwanken regional erheblich - von fast 4000 Euro in München bis rund 630 Euro in Sachsen-Anhalt. Der Bericht enthält weitere umfangreiche Analysen zu Wohnimmobilien, Untersuchungen der Verkäufe gewerblicher Grundstücke und land- und forstwirtschaftlicher Flächen.

24.03.2010  -  ImmoWertV:

Bundesbauminister Peter Ramsauer:

"Das neue Bewertungsrecht schafft klare Rechtsgrundlagen für die Bewertung von Grundstücken und Immobilien. Durch mehr Transparenz tragen wir zur Stabilität des Immobilien- und Grundstücksmarktes bei. Schon auf der Ebene der Bewertung können wir auf diese Weise Immobilienkrisen verhindern. Die fehlende Transparenz bei der Bewertung von Immobilien in den USA und anderen Ländern hat zur weltweiten Wirtschaftskrise maßgeblich beigetragen."

Die Verordnung legt die Grundsätze zur Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken fest. Sie findet überall dort Anwendung, wo der Marktwert von Grundstücken oder Immobilien zu ermitteln ist. Anwender sind vor allem die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, Sachverständige für die Grundstückswertermittlung, Banken und Versicherungen.
Die ImmoWertV löst die derzeit geltende Verordnung aus dem Jahr 1988 ab. Die Regeln zur Wertermittlung sollen der seitdem stark veränderten Situation auf dem Grundstücksmarkt angepasst werden. Der Beitritt der neuen Länder, der demografische Wandel sowie die Internationalisierung der Immobilienwirtschaft haben neue Rahmenbedingungen geschaffen. Auch neue Aufgabenbereiche wie der Stadtumbau und die Soziale Stadt mussten bei der Novellierung berücksichtigt werden. In der neuen ImmoWertV wurden nicht mehr relevante Regelungen im Sinne einer Entbürokratisierung gestrichen. Neu sind Regelungen zur Bewertung der künftigen Entwicklung eines Gebiets. Auch die Vorschriften über die erforderlichen Daten zur Wertermittlung wurden praxisgerecht umgestaltet. Unter dem Gesichtspunkt einer besseren internationalen Vergleichbarkeit wurden international gebräuchliche Begriffe eingeführt. Zudem werden künftig neue, für den Grundstücksverkehr wichtige Aspekte wie die energetischen Eigenschaften als Gebäudemerkmal erfasst.
Die Novelle beruht auf den Empfehlungen eines ehrenamtlich tätigen Sachverständigengremiums zur Überprüfung des Wertermittlungsrechts.
Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats. Sie soll dann im Sommer in Kraft treten.

10.02.2010  -  NHK 2005:

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat im Jahre 2005 ein Forschungsprojekt mit dem Inhalt "Aktuelle Gebäudesachwerte in der Verkehrswerrtermittlung" an das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern vergeben. In naher Zukunft sollen die NHK 2005 die aktuell angewandten NHK 2000 ersetzen.

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